Fasern mischen

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Das schöne am „selber Machen“ ist, dass man schier unendlich viele Möglichkeiten hat. Man kann verschiedene Farben mischen in Regenbogenfarben, meliert, hintereinander,… Aber auch verschiedene Faserarten wie Schaf und Seid kann man zum Beispiel mischen. Man kann auch diese wieder kardieren oder kämmen je nachdem welches Garn man haben möchte. Weitere Möglichkeiten hat man auch dann beim Filzen, Verspinnen oder Zwirnen bei dem man noch unterschiedliche Fasern oder Farben zusammenbringen und mischen.

Welche Werkzeuge/Gegenstände benötige ich:

  • Fasern
  • Kardierbrett – Set, Handkarden
    oder
  • Wollkämme

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Nächster Schritt: Färben, Filzen, Spinnen und Zwirnen
Schritt zurück: Kardieren oder Kämmen
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Voranmeldung für Workshops

Unverbindliche Voranmeldung

Hier kannst du dich unverbindlich bei uns für einen oder mehrere Workshops anmelden. Somit können wir die Kursorte besser in deiner Nähe planen.

Sobald die Termine stehen, bekommst du eine Nachricht mit allen Einzelheiten von uns zugesendet.


 

 



Fertige Garne

Hier listen wir dir unsere fertigen Garne auf, die gerade zur Verfügung stehen.
Kurze, lange, dünne, dicke, weich und grobe Garne – alles ist mit dabei.

Wir fertigen dir auch gerne dein persönliches Garn an.

Bei Interesse oder weiteren Fragen sende uns eine Nachricht oder E-Mail.
(Du kannst uns auch gerne deinen Preisvorschalg senden.)



WG001 – Schaf Romney, 3 g, 13 m, 2er Garn, naturweiß



WG002 – Schaf Romney, 7 g, 32 m, 2er Garn, naturweiß



WG003 – Hund Schäfermix, 2 g, 1 m, 2er Garn, dunkelbraun



WG004 – Hund Schäfermix, 5 g, 3 m, 2er Garn, dunkelbraun



WG005 – Hund Neufundländer, 1 g, 3 m, 1er Garn, schwarzbraun



WG006 – Hund Neufundländer, 4 g, 2 m, 3er Garn, schwarzbraun



WG007 – Alpaka, 3 g, 2 m, 3er Garn, schwarz



WG008 – Hund Neufundländer, 7 g, 4 m, 2er Garn, schwarzbraun



WG009 – Schaf Bluefaced Leicester, 53 g, 45 m, 2er Garn, naturweiß



WG010 – Alpaka, 43 g, 43 m, 2er Garn, schwarz



WG011 – Alpaka, 108 g, 108 m, 2er Garn, schwarz



WG012 – Alpaka, 47 g, 40 m, 2er Garn, grau



WG013 – Schaf Bluefaced Leicester, 90 g, 80 m, 2er Garn, blau lila
(Lebensmittelfarbe)



WG014 – Mix Angorakaninchen/Jakobsschaf, 50 g, 35 m, 2er Garn, grau/naturweiß



WG015 – Hund Schäfermix, 7 g,  7 m, 1er Garn, dunkelbraun



WG016 – Schaf Romney, 4 g, 9 m, 2er Garn, naturweiß



WG017 – Schaf Chubutmix, 1 g, 1 m, 3er Garn – dick/dünn, grau



WG018 – Schaf Chubutmix, 4 g , 5 m, 2er Garn – dick/dünn, grau



WG019 – Schaf Pommersches Landschaf, 21 g, 15 m, 1er Garn – dick/dünn – grau
(enthält noch etwas Lanolin)



WG020 – Schaf Milchschaf, 18 g, 4,5 m, 2er Garn – dick/dünn, naturweiß



WG021 – Schaf Bluefaced Leicester, 27 g, 18 m, 3er Garn, naturweiß



WG022 – Schaf Romney, 5 g, 25 m, 2er Garn, naturweiß



WG023 – Schaf Romney, 2 g, 12 m, 2er Garn, naturweiß



WG024 – Schaf Chubutmix, 78 g, 51 m, 2er Garn – dick/dünn, grau



WG025 – Alpaka, 48 g, 53 m, 2er Garn – dick/dünn, naturweiß



WG026 – Merino,35 g, 34m, 2er Garn – dick/dünn, braun



WG027 – Merino, 51 g, 44m, 2er Garn – dick/dünn, braun

Mittelalterlager Purgstall 2018

Mittelalter mit Leib und Seele

Samstag 21.04. – Sonntag 22.04.2018
ab 11:00 Uhr nur für gewandete Tagesgäste

Schlosspark in Purgstall an der Erlauf

Bericht von Matthias Reicher

Zugegeben wussten wir anfangs nicht, was uns erwarten würde, als uns Hannes, der Jausenträger, am Meierhof in Leiben völlig ohne Vorwarnung Einladungen zum „Lagerleben“ im April 2018 in Purgstall in „die Hände“ drückte. Was sollte das genau sein, „Lagerleben“? Wir wussten es zu dem Zeitpunkt noch nicht so genau. Da Probieren aber über Studieren geht und wir uns sehr über die Einladung freuten, sagten wir einfach „Ja!“. Das war im Sommer 2017. Springen wir ein paar Monate weiter. Im Frühjahr 2018 hatten wir uns bereits genauer darüber informiert, was es mit dem „Lagerleben“ auf sich hatte. Es war einem Mittelalterfest nicht unähnlich, doch es gab auch signifikante Unterschiede. Das bedeutet, dass das Lagerleben für jene Leute gedacht ist, die dem Mittelalter nicht nur einen kurzen Besuch abstatten, sondern ihm mit Leib und Seele frönen. Was ist also so passiert in unserer Zeit im und vor dem Lagerleben? Vorab: Wer Pest und Kreuzzüge erwartet, den müssen wir enttäuschen. Wer also auf Tote hofft, kann hier guten Gewissens aufhören zu lesen. Ganz unspektakulär fing alles mit Vorbereitungen an. Und man will gar nicht glauben, wie viele Dinge es zu bedenken gilt, wenn man auf das Lagerleben vorbereitet sein möchte. Die mittelalterlichen Gewandungen mussten von August- auf Apriltemperaturen angepasst werden. Gürtel und Schuhe mussten hergestellt werden, genauso wie Gewandungen für unsere Jüngsten. Ein mittelalterlicher Speiseplan musste erstellt, Leder besorgt und Wolle gewaschen werden, damit wir während der Lagerzeit auch genug zu arbeiten haben. 

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Aber selbst die anstrengendsten Vorbereitungen gehen irgendwann vorbei. Und am frühen Morgen des zwanzigsten Aprils hatten wir es endlich geschafft und konnten uns auf den Weg machen. Die Kofferräume unserer Autos vollgepackt mit guter Laune und mittelalterlichem Krimskrams brausten wir in Richtung Purgstall. Gut, dass wir uns so früh auf den Weg gemacht hatten. Nachdem das Areal zu diesem Zeitpunkt noch recht leer war, hatten wir genug Zeit, den uns zugeteilten Platz zu suchen. Natürlich hofften wir, dass es ein angenehmes Fleckchen war. Und urplötzlich sahen wir unter goldenen Lichtstrahlen und lauten „HALLELUJA“-Chören den Platz, den perfekten Platz, unseren Platz! Eine herrliche Kombination aus Gras und Moos, nicht zu steil, nicht zu gerade, nicht zu heiß, nicht zu kalt, grün, aber nicht zu grün… Während ein Teil der Wollwerkstatt anfing, die Zelte aufzuschlagen und all das Gepäck zu verstauen, ging der andere Teil ganz unmittelalterlich zum örtlichen Supermarkt um die wichtigsten Zutaten für den Speiseplan der nächsten Tage zu besorgen. Schade eigentlich, dass wir zu dem Zeitpunkt noch keine mittelalterlichen Gewandungen trugen. Der Blick der Kassiererin wäre sicher in die Geschichte eingegangen. Mittlerweile stellten wir durch „Beschnuppern“ und etliche Gespräche fest, dass wir ziemlich nette Lagernachbarn hatten. Am Abend wurden wir von den Veranstaltern Hannes, Martina und ihrem Gatten Kurt auch eingewiesen, was es alles zu beachten gilt während der Zeit beim Lagerleben. Beispielsweise wo die Duschen zu finden waren, ab wann es Frühstück gab oder ab wann Nachtruhe herrschte. Weiters erfuhren wir, dass Meisterschaften im Wikingerschach und im Bogenschießen stattfanden. Die sechsjährige Irina ließ es sich natürlich nicht nehmen, beim Bogenschießen mitzumachen, und nach kurzer Zeit und ein paar Tipps von Profis hatte sie nicht nur die rote Zielscheibe, sondern auch das Kunststofftier, das es zu treffen galt, mit Pfeilen perforiert. Was lernen wir daraus? Leg dich nicht mit Irina an. Der Abend begann, als unser Schuster das Feuer in der Feuerschale entfachte, den Kessel mit der Kette am Dreibein über die Flammen hängte und wir alle begannen, wie die Berserker die Zutaten für den Eintopf zu schneiden. Bald war die Luft vom Geruch von Fleisch, Schwammerl, Karotten, Zeller, Lauch erfüllt. Die Nacht klang aus mit einer gemütlichen Runde rund um die Feuerschale, Bier und Met inklusive. Das Beobachten der heißen Glut gehört zu den schönsten und entspannendsten Dingen überhaupt.

Leider war die Nacht auch viel zu kurz. Das lag hauptsächlich daran, dass unsere Vereinsobfrau Dani und Manu schon zu sehr früher Stunde vor unserem Zelt standen. Wie sie es schaffen, so früh so wach zu sein, haben wir noch nicht herausgefunden. Es wird wahrscheinlich ein Geheimnis bleiben. Beim gemeinsamen Frühstück haben wir wieder gemerkt, dass man seine Nahrung ganz anders und viel bewusster wahrnimmt, wenn man sein Brot beispielsweise mit den Händen reißt, auf alten Holzbrettern und aus alten Holzschüsseln speist und selbstgeschnitzte Löffel verwendet statt des vertrauten Edelstahlbestecks aus den eigenen vier Wänden. Nach dem gemeinsamen Reinigen der Essbretter und Schüsseln machten wir uns an die Arbeit. Eine befreundete Weberin kam mit ihrem „Weberknecht“ zu Besuch und half uns dabei, einen einfachen Webrahmen zu bespannen, den wir aus Ästen und Schnüren selbst gemacht hatten. Auch unsere Freunde, die Färber, statteten uns einen Besuch ab und wir beschlossen, nächstes Jahr in Leiben zu kooperieren – wir werden spinnen und sie werden färben! So spinnten, spannten und webten wir brav zusammen. Nach einer guten Mittagsmahlzeit – Weizeneintopf – wurde noch brav weitergearbeitet, ehe es auch schon Nachmittag und dann langsam Abend wurde. Es ist schon faszinierend, wie schnell die Zeit manchmal vorbeigehen kann. Wir holten einen ganzen Radwagen voller Holz und unser Schuster kümmerte sich um das Grillfleisch, während alle anderen die Saucen zusammenrührten, Gewürze im Mörser zerstießen und Zutaten für den Salat in Stücke hackten. Es war ein herrlich entspannter Abend und das Feuer hielten wir für unsere Lagernachbarn gerne etwas länger am Leben, denn die hatten auch etwas davon. Und ganz spät in der Nacht kümmerte es dann weder sie noch uns so wirklich, dass es im Mittelalter eigentlich keine Marshmellows gegeben hatte, die man über dem Feuer hätte grillen können.

Diesmal war die Nacht länger und erholsamer, und alle fühlten sich frisch gestärkt. Dass es bereits Sonntag war und wir in wenigen Stunden anfangen würden, unsere sieben Sachen wieder wegzuräumen tat zwar ein wenig weh; jedoch ließen wir uns das Frühstück und die letzten paar Stunden nicht davon verderben, denn wenn etwas Schönes zu Ende geht, sollte man es auch bis zum Schluss genießen, und das taten wir. Bis die Glut erloschen, die Zelte abgebaut, jede Kleinigkeit in Tasche und Koffer verstaut war und wir uns auch von den Veranstaltern verabschiedet und klargemacht hatten, dass wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sind.


Ein großes Lob
an Hannes den Jausenträger, Matrina und Kurt von „Gaudium zur Purg“ für diese tolle Veranstaltung und aufwendige Organisation!


Verschiedene Links zum Fest:

* https://www.prellhawer.at/gallery/veranstaltungen/lagerleben-gaudium-zu-purg-2018
* http://www.taterman.at/lagerleben-zu-purg-2018/
* http://www.taterman.at/purgstall/
* https://www.youtube.com/watch?v=MkVhiVGtiuo
* https://www.noen.at/erlauftal/purgstall-gaudium-zur-purg-campen-im-mittelalter-mittelalter-mittelalterfest-camping-40566878
* https://twitter.com/KawauTV/status/988736798749839360


Hier haben wir einige Fotos (kunterbunt gemischt) von uns und anderen Handwerkern vom Lagerleben in Purgstall 2018.
Du findest die Fotos auch auf Facebook.

 

Fotos kommen noch

 

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Mittelalterfest Leiben 2018

Mittelalter mit Leib und Seele

Samstag 11.08. – Sonntag 12.08.2018
 ab 11:00 Uhr
Meierhof in Leiben

Bericht von Matthias Reicher

Auch dieses Jahr waren wir wieder mit dabei! Unser „Brecher“ schildert euch hier das Erlebnis „Mittelalterfest in Leiben“.

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Wir befinden uns im Jahre 2018 nach Christus. Ganz Leiben ist „Opfer“ der modernen, neuen Zeit geworden. Ganz Leiben? Nein. Es gibt da noch den Meierhof, der – einmal pro Jahr – Widerstand leistet…
All jene, die sich jetzt fragen, was das bedeuten soll, waren wahrscheinlich noch nie beim Mittelalterfest in Leiben zu Besuch. Ein Umstand, den man zu ändern empfehlen darf.  Hier ein paar Zeilen über den Aufenthalt der Wollwerkstatt in Leiben, warum dieses Fest auf jeden Fall einen Besuch wert ist und wodurch es sich positiv von den anderen, zahlreichen Mittelalterfestivitäten abgrenzt.

Zugegeben war die Idee, unser Lager am Donnerstagmittag aufzubauen, ein zweischneidiges Schwert. Der Vorteil war ganz klar, dass wir die ersten der Schausteller waren und niemanden beim Aufbau unserer Zelte stören würden; weiters mussten wir uns nicht die Blöße geben, andere Leute Zeugen davon werden zu lassen, wie ungeschickt wir uns beim Transport der schweren Holztische- und Bänke anstellten. Nur die Sonne hatten wir nicht bedacht, die uns fröhlich und mit gefühlten 78°C empfing. Nach einigen Stunden Arbeit, dem Verlust von 12 Litern Schweiß – pro Mann – und jeder Menge Sonnencreme hatten wir es endlich vollbracht. Das Lager stand, während wir erschöpft am Boden lagen. Halb tot, aber voll und ganz zufrieden.
Aber für so ein paar Tage mittelalterlichen (Er)lebens gehören auch jede Menge andere Vorbereitungen, und damit war die Pause nur von kurzer Dauer. Verpflegung wollte besorgt werden, nur aus authentischen, mittelalterlichen Zutaten – das Vereinsbudget spielte hier ebenso eine Rolle – , das Feuer in der Feuerschale musste am Abend angefacht und am Leben gehalten werden. Die nächsten Tage gehörten gut geplant und Aufgaben eingeteilt, angefangen bei der Frage wann welche Speisen zubereitet werden und wie viel Zeit welche Aufträge in Anspruch nehmen bis hin zur Planung, wie viel Leder und Holz für die Bearbeitung benötigt wird. Man ahnt beim Lesen dieser Zeilen vielleicht bereits, dass bei diesem Fest großer Wert auf das alte Handwerk gelegt wird. Unter anderem ist es das, was das Mittelalterfest am Meierhof von anderen, ähnlichen Events abhebt. Leiben soll Mittelalter zum Anfassen sein. Wie hat der Schmied gearbeitet? Wie wurden Stoffe gefärbt? Wie wurde die Wolle verarbeitet? Wie hat sich das Schießen mit Pfeil und Bogen angefühlt? All das sind Dinge, die man in Leiben nicht nur sehen, sondern auch selbst entdecken und erproben kann. Bombast und Kitsch weichen Großteils zugunsten der Interaktion.

Der Freitag meinte es gut mit uns und machte mit kaltem Wind und Regenschauern wett, was uns der Donnerstag mit seiner Hitze angetan hatte. Er meinte es dabei wohl etwas zu gut, denn wir mussten ziemlich improvisieren, damit das Zeltdach unter der Last des Regens nicht einfach durchriss. Aber die Konstruktion aus Holzbänken, langen Ästen, Auffangkübel und Hammer, die wir erschaffen hatten, funktionierte tadellos. MacGyver wäre stolz auf uns gewesen. Der Samstag meinte es ebenso gut mit uns und machte mit Hitze wett, was uns der Freitag mit Regen und Wind angetan hatte. Diesmal pendelte sich das Wetter aber gut in der Mitte ein, und so kamen auch durch das Wetter bedingt viele Besucher, die uns neugierig zusahen und uns verschiedene Fragen stellten – die Violinistin von Amarok Avari punzierte sogar ihren eigenen Gürtel. Auch ihr kleiner Sohn probierte sich an dem Lederhandwerk. Und er blieb nicht der Einzige. Denn neben vereinzelten Erwachsenen wurden wir von 180493 Kindern – tatsächliche Zahlen können abweichen – überrannt, die sich allesamt ihre eigenen Anhänger und Armbänder punzierten und mitnahmen. Wegen der zahlreichen Probiermöglichkeiten und dem (Kennen)Lernfaktor für verschiedene Handwerke ist das Fest in Leiben nicht nur, aber ganz besonders für Kinder und Jugendliche interessant. Aber die Wollwerkstatt trägt ihren Namen nicht umsonst. Es waren eher die Erwachsenen als die Kinder, die sich für verschiedene Wollarten, deren Verarbeitung und deren Nutzen interessierten und unsere Wollexpertin und Vereinsobfrau Dani ausfragten. Bei den Ritterkämpfen konnten wir uns eine kleine Pause gönnen. Es bereitete uns allen Freude zu sehen, wie der Ritter, der sein lauwarmes Bier nicht hatte zahlen wollen, verdroschen wurde – natürlich mit kinderfreundlichem Augenzwinkern und durchgeplanter Choreographie, und damit ungefährlich sowohl für Darsteller als auch Zuseher.

Der Samstag war natürlich anstrengend, aber komplett erfolgreich verlaufen. Als die Sonne dann Feierabend machte und es finster wurde, heizten die Darsteller der Feuershow Besuchern und Schaustellern, noch einmal so richtig ein. Schon beeindruckend, wie sehr die Flammen in der Dunkelheit strahlen und wie warm sie aus der Distanz noch auf der Haut spüren kann. Und weil wir von der Hitze noch immer nicht genug hatten, saßen wir in der Nacht gut gelaunt und erschöpft rund ums Lagerfeuer, stießen auf den geschafften Tag an – und komme was Wolle, wir freuten uns bereits auf den Sonntag.

Nach einer kurzen, aber nichtsdestotrotz erholsamen Nacht gab es zwei Anlässe zur Freude. Erstens: Wir hatten noch so viel Essen übrig, dass wir beim mittelalterlichen Frühstück nach Lust und Laune völlern konnten. Und da die Feuershow schon am vorigen Abend über die Bühne gegangen war, landeten wir für die Todsünde noch nicht einmal auf dem Scheiterhaufen. Zweitens: Wegen des Ferienspiels gab es noch mehr Kinder, denen wir unser Handwerk näherbringen und die wir eigene Lederstücke für Halskettchen und Armbänder mit Mustern prägen lassen konnten. Das bedeutete zwar mehr Arbeit – es bedeutete aber auch noch mehr Spaß. Am Ende entdeckt und sieht ein Kind die Welt rund um sich nunmal doch mit anderen Augen als ein Erwachsener.
Leider musste das Mittelalter am Sonntagabend dann wieder dem Alltag weichen. Zelte und ganze Lager wurden abgebaut und verschwanden in Bussen und Anhängern, die Schausteller verabschiedeten sich voneinander und aus einem der Autos lief „Somewhere over the rainbow“ – was den Abschied nicht gerade leichter machte. Was bleibt, ist aber ein Jahr voller Vorfreude auf Leiben 2019. Und eines hat sich seit dem Mittelalter nicht geändert: Vorfreude ist und bleibt die schönste Freude.

Verschiedene Links zum Fest:
(inkl. TV-Bericht 😉 )
* https://www.prellhawer.at/news/212-mittelalterfest-leiben-2018
* https://www.m4tv.at/videos-mittelalterfest_im_schloss_leiben?v=4635
* https://www.noen.at/melk/leiben-das-mittelalter-einmal-erleben-fotos-mittelalterfest-110295836
* https://www.youtube.com/watch?v=LCxjMWiFWlE
* https://www.facebook.com/events/1624227087674141
* http://www.taterman.at/mittelalterfest-in-leiben/?fbclid=IwAR3IHd4sDCxMrJYWHuvd0lRsqW52wEbqtG_z4wNr1h_OxmvgU21T2-Ii6bI


Ein großes Lob
an die Veranstalter Claudia und Roman Kampleitner und deren Verein Mittelalterlager für die richtig tolle Organisation! Vielen lieben Dank auch wieder an alle unsere Nachbarlager in Leiben! Es macht jedes Mal Freude euch wieder zu sehen!


Hier haben wir einige Fotos (kunterbunt gemischt) von uns und anderen Handwerkern aus Leiben 2018.
Du findest die Fotos auch auf Facebook.

 

Fotos kommen noch

 

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Bentheimer Landschaf

IMG_20170824_112748Rassenerklärung -> Wikipedia

! Bedrohte Rasse -> Liste !
Zuchtzweck: Landschafts-, Sand- und Moorheidenpflege
Ursprungsland: Deutschland/Niederlande
Erste Erwähnung: 1864
Kreuzung aus: holländischen und deutschen Heideschafen
Faser: recht lange und gekräuselt, robust, gesponnen nicht sehr weich
Verwendung: spinnen, filzen – Oberbekleidung, Teppiche – alles was nicht unbedingt kuschelig sein soll.

IMG_20170825_171852Zur Verfügung:

  • gewaschene Rohwolle
    (ungezupft)
  • Kammzug
  • Rolag
  • Pat/Fleece

So lange der Vorrat reicht!

Hier ein paar Fotos der Wollfaser:
(Foto einfach anklicken)

 

 


Was nun?
-> Faser Bestellen/Anfragen via Nachricht oder E-Mail

-> Infos für Selbermacher
-> Dienstleistungen


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Unsere Vereinsmitglieder stehen beruflich voll im Leben, haben Familien, Tiere und andere Verpflichtungen – wie jeder das so kennt.😉
Deshalb kann die Bestellzeit je nach Aufwand variieren.


Da alles reine Handarbeit ist können kleine Verunreinigungen noch zwischen den Fasern sein.

 

Mittelalterfest Leiben 2017

Mittelalter mit Leib und Seele

Samstag 12.08. – Sonntag 13.08.2017
ab 11:00 Uhr
Meierhof in Leiben

Auch dieses Jahr waren wir wieder mit dabei!
Unser „Brecher“ schildert euch hier das Erlebnis „Mittelalterfest in Leiben“.

 

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Macht hoch die Tür, das Tor macht weit… Es war einmal vor langer, langer Zeit – anno 2016 – eine Gruppe mutiger Schausteller, die sich auf einer langen, beschwerlichen Reise befand. Wie der Zufall eben so spielte, fand sich der bunte Haufen in einem Ort namens Leiben wieder, genauer gesagt auf dem Meierhof, und weil das Essen gut war, und die Leute freundlich, beschloss man, hier zu rasten. Doch dann vernahmen die Abenteurer Gerüchte, wonach ein großes Ereignis stattfinden sollte am Meierhof, und entschieden, ein paar weitere Tage zu verweilen…

Auch im Jahr 2017  breitete sich die Vergangenheit über dem Meierhof aus.
In Rausch des Mittelalters wurde er von allen nur denkbaren Gestalten heimgesucht, manche freundlich, manche gruselig; sozusagen ein Ort, an dem sich Hofnarr und Henker die Hände reichen. Musikusse, deren liebreizenden Melodien sanft durch das gesamte Areal schallen, Töpferkünstler die dem Ton gekonnt und voller Feingefühl zeigen, wer der Herr im Haus ist. Bogenschützen, die ihre Pfeile liebevoll in den Bogensehnen betten um sie dann präzise in die aufgemalten Ringe der Zielscheiben zu jagen.

Das sind nur ein paar wenige Beispiele der Künstler, die das Mittelalterfest in Leiben erst zu dem Erlebnis machen, das es war und ist. Hinter den Kulissen steckt jede Menge fachliche Theorie und Erfahrung.

Und hier kommen wir zu dem Punkt, zu jenem kleinen Detail, das Leiben ein bisschen anders macht. Denn der Fokus liegt hier darauf, das Können und Wissen an die Besucher weiterzuvermitteln. Wie hat man im Mittelalter gefärbt? Wie ging das mit der Wolle und mit dem Hanf? Und wenn jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, mussten Schmiede dann Überstunden leisten um glücklich zu werden?

Leiben mag nicht das größte und auch nicht pompöseste aller Mittelalterfeste sein. Doch mit handgewählten Künstlern, die es verstehen für ihr Handwerk zu begeistern, muss es das auch gar nicht, soll es das auch gar nicht. Es ist ein Geheimtipp, ein entspanntes Erlebnis für Genießer, das von dem „Mangel“ an Klimbim und Trara zu profitieren weiß. Und am Nachmittag/Abend doch ein kindgerechtes Ritterschauspiel bietet und in der Nacht eine Tanzdarbietung mit Feuerspuckern und Flammenringen. Herz, was willst du mehr?

Bericht von Matthias Reicher


Ein großes Lob
an die Veranstalter Claudia und Roman Kampleitner und deren Verein Mittelalterlager für die richtig tolle Organisation! 🙂

Vielen lieben Dank
auch wieder an alle unsere Nachbarlager in Leiben! Es macht jedes Mal freude euch wieder zu sehen! 😀
Eine Liste der anderen Handwerker findet ihr unter „Empfohlene Seiten“.


Hier haben wir einige Fotos (kunterbunt gemischt) von uns und anderen Handwerkern aus Leiben 2017.
Du findest die Fotos auch auf Facebook.

 

 

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Mittelalterfest Leiben 2016

Mittelalter mit Leib und Seele

Samastag 13.08. – Sonntag 14.8.2016
ab 11:00 Uhr
Meierhof in Leiben

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Am Wochenende vom dreizehnten auf den vierzehnten August breitete das Mittelalter ganz unvermittelt seinen bunten Schleier über dem Meierhof in Leiben aus. Hunderte von Menschen folgten seinem Ruf und trafen zusammen, um es gemeinsam zu zelebrieren.

Auch ich war als Mitglied der Wollwerkstatt zum ersten mal dabei und obwohl es mittlerweile eine Woche her ist, denke ich immer noch jeden Tag daran zurück. Dieses Fest hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der mich noch lange begleiten wird.
Sei es ein Töpfer der seine Ware nicht nur preisgibt und verkauft, sondern einen gegen ein paar Silberlinge selbst in sein Handwerk einweiht; ein Waffenhändler mit einem gewaltigen Arsenal an mittelalterlichen Klingen- und Schusswaffen, dessen Warenumfang nur noch von seinem Fachwissen übertroffen wird; Händler für Spielzeug und andere schöne Dinge, die einem das Herz vom bloßen Anblick wärmen.
Ich hörte talentierte Musiker, sah herumstreunende Wolfsmenschen und aß von all den bunten Süßigkeiten.

Aber es gibt etwas, das Leiben nochmal von anderen Festen differenziert:
Während ich anderswo einen Verkaufsstand nach dem anderen sehe und abklappere, liegt der Schwerpunkt hier auf der Kunst des Handwerks.
Färben, Töpfern, Schmieden und Spinnen sind nur ein paar wenige der Optionen; und wem das nicht reicht, der übt Bogenschießen oder beobachtet fesselnde Schaukämpfe. All das war nur ein Bruchteil eines schönen, mittelalterlichen Kunstwerkes.
Ich sollte nicht weiter versuchen, etwas mit Worten zu umschreiben, das man selbst fühlen muss. Jeder Freund von Mittelalterfesten und ganz besonders diejenigen, die Gemütlichkeit, hohes Niveau und gute Kultur zu schätzen wissen, werden sich in Leiben wohl fühlen. Oder auch wenn man einfach nur sein Wissen über das Leben und Handwerk von damals bereichern möchte.

Nicht nur als Besucher war man gut unterhalten.14045904_681011432063917_857827280409028660_n
Auch die Aussteller und Künstler sind bestens aufgehoben. Somit bietet Leiben für beide Seiten ein unvergessliches Erlebnis. Die eingesessenen Aussteller und Verkäufer halfen wo sie konnten, um uns Neulingen aus der Wollwerkstatt den Einstieg zu erleichtern. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt auf so viele liebenswerte Menschen gestoßen bin. Im Lagerleben wurde selbst gekocht und gegrillt, doch es war am Ende weit mehr als bloßes Essen und Trinken.
Es gab Einblicke in die Mittelalterszene, Geschichten wurden erzählt und ausgetauscht. Man lernte sich kennen bei ein, zwei guten Gläsern Met, man begann die Menschen hinter den Händlern zu sehen und zu verstehen, wie sie sind, wer sie sind.

All die guten Erinnerungen werden mich nächstes Jahr wieder nach Leiben ziehen, so viel steht fest. Und ich freue mich bereits jetzt darauf.

Bericht von Matthias Reicher


Ein großes Lob
an die Veranstalter Claudia und Roman Kampleitner und deren Verein Mittelalterlager für die wirklich tolle Organisation und die Chance als Neulinge mitwirken zu dürfen!

Vielen lieben Dank
auch an alle Handwerker und Händler, die uns bei einem tollen Start ins Lagerleben unter die Arme gegriffen und uns wertvolle Tipps gegeben haben! 😀
Eine Liste der anderen Handwerker findet ihr unter „Empfohlene Seiten“.


Hier haben wir einige Fotos (kunterbunt gemischt) von uns und anderen Handwerkern aus Leiben 2016.
Du findest die Fotos auch auf Facebook mit einem kleinen „Tagebuch“ 😉 –> hier geht’s zum Album (es wird noch daran gearbeitet – ist in Kürze online)

 

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(Wir senden unsere Fotos in Originalgröße auch gerne auf Anfrage zu –> Nachricht senden)

Wir haben auch ein paar wenige Fotos auf denen wir uns selber gefunden haben vom Taterman, Roman Kampleitner, Mitglieder vom Tross einfeügt.

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